SG Feinmess Suhl e.V.

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Der D-Zug musste warten

Vereinschef Gerhard Hopp feiert am 15.11. seinen 70. Geburtstag

Heute feiert der Vereinsvorsitzende der SG Feinmess Suhl Gerhard Hopp, der zudem noch Kassenprüfer beim Suhler Sportbund ist sowie Vorsitzender des Badminton-Spielbezirkes Südthüringen, seinen 70. Geburtstag. Dazu möchten alle Sportfreunde und Wegbegleiter herzlich gratulieren. Die Schar der Gratulanten geht weit über die Vereins- und Stadtgrenzen hinaus.

Gerhard Hopp - (c) Wenke Thron

Tja, wie die die Zeit doch vergeht. Vor genau zehn Jahren, zu seinem Sechzigsten, durfte ich  schon einmal ein Kurzporträt über ihn erstellen. Schon damals war es eine Herausforderung, etwas über einen Menschen zu schreiben, der wie kein anderer für die Badmintontradition in der Stadt Suhl steht, der überall bekannt ist, über den schon vieles in der Öffentlichkeit gesagt, für den schon viele Laudationes geschrieben wurden.

„Gib niemals auf“ war und ist seine große Devise. Das hätte er in den vielen zurückliegenden Jahren sicherlich häufiger gekonnt. Ob im Sport oder der Politik, stets war er mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, musste diese meistern. Oft hätte er das Handtuch werfen können, aber er hat es nicht. Sicherlich hätte er gerne einmal seinen PC aus dem Fenster geworfen. Doch auch das digitale Zeitalter hat die Galionsfigur des Vereins, bestehend aus den beiden Abteilungen Badminton und Volleyball, gemeistert, was sich viele Menschen seiner Generation nicht mehr antun würden. Doch da auch im Badmintonsport fast alles nur noch digital erfolgt, musste er sich der Herausforderung stellen. Auch wenn es ihm dabei ging wie vielen anderen. Nachgefragt – aufgeschrieben – wieder vergessen – um schließlich doch noch einmal einen Anlauf zu unternehmen.

Seine Meinung ist geschätzt. Nicht nur im Verein sondern auch beim Thüringer Badminton-Verband, beim Suhler Sportbund und in der Politik.

„Gottvertrauen und Kräuterschnaps“ – Sein Erfolgsgeheimnis? Das sagt er zumindest. Doch eigentlich produziert er selbst diesen Erfolg. Gerhard Hopp, der 1959 zum Badmintonsport kam, dort zunächst als „Freizeitspieler“ begann und sich im Laufe der Zeit nach vorne kämpfte, liegt das Engagement für andere im Blut. Schnell übernahm er im Verein Verantwortung. Er hat das Talent im entscheidenden Moment zu reagieren, die richtigen Worte zu finden. Überzeugungskraft hat er. Das zeigte sich schon Anfang der 60er Jahre als die Suhler Federballer auf dem Rückweg von einem Punktspiel in der DDR-Liga waren und sich bis auf das Damendoppel schon alle Spieler im D-Zug Merseburg-Halle befanden. Die Damen waren noch ein ganzes Stück entfernt als der Schaffner schon rief „Alles Einsteigen, die Türen schließen“. Doch nicht mit Gerhard Hopp. Der fasste sich ein Herz und eilte zum Lokführer. Mit seinem Verhandlungsgeschick schaffte er es tatsächlich, dass der Schnellzug diese kurze Zeit noch wartete, bis die Damen den Zug wohlbehalten bestiegen hatten. Daran hatten selbst seine Mitstreiter nicht geglaubt.
In der SG Feinmess Suhl weiß man seine Arbeit zu schätzen. Besonders dankbar ist man ihm in neuerer Zeit dafür, dass er gemeinsam mit dem Sachgebiet Sport der Stadt Suhl ein neues Domizil für die Federballer gesucht hat, nachdem man aus der Fiedlerhalle weichen musste. Gerhard organisiert Turniere für den Nachwuchs, fährt trotz seines Alters mit den Kindern auf Turniere, steht dem Landesverband immer als Ausrichter bereit, wenn es mal irgendwo klemmt. Er bäckt auch gerne mal Weihnachtsplätzchen und Stollen für seine Sportfreunde oder überrascht mit frischen Krapfen zum Rosenmontag.

Als Vorsitzender hat er viele Sportfreunde kommen und gehen sehen, aber auch Generationen in ihrer Entwicklung. Von vielen die er als Kinder betreute ist heute schon wieder der Nachwuchs im Verein aktiv. Bei einigen wird das sicherlich in den nächsten Jahren der Fall sein.

Erfolge sind für ihn zweitrangig, der Spaß muss da sein. Aber auch er kann sich so richtig freuen, wenn er einen großen Coup landen kann wie z.B. im Jahre 2004 als er zusammen mit Peter Dathe (ESV Lok Erfurt) Südwestdeutscher Meister im Herrendoppel O65 wurde und sich im gleichen Jahr mit Heinz Jaskolla (BV Kassel) den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft erspielte.
Mehr als 40 Jahre Ehrenamt in Sport, Politik und auf anderem Gebiet haben viele Entbehrungen gekostet, nicht nur für ihn, auch für seine Familie, insbesondere für seine Ehefrau Marianne. Daher soll dieser besondere Tag nicht nur dazu dienen dem Jubilar Danke zu sagen sondern auch seiner Frau, ohne deren Rückhalt, Verständnis und Unterstützung vieles nicht möglich wäre.

Glückwünsche
 
von: Volkmar Burgold, Präsident des Thüringer Badminton-Verband e.V.
Lieber Gerhard,
die herzlichsten Glückwünsche zu Deinem 70. Geburtstag übermittelt Dir das Präsidium des Thüringer Badminton-Verbandes.  Wir danken Dir für Deinen langjährigen Einsatz für die Entwicklung des Badmintonsports in Thüringen.
Wir wünschen Dir weiterhin viel Gesundheit, persönliches Wohlergehen und weiterhin viel Freude beim Badminton.

von: Heinz Leser (ehem. Werksleiter/Betriebsdirektor des VEB Feinmeßzeugfabrik - Anm. d. Redaktion)
Sehr geehrter Herr Gerhard Hopp,
zu Ihrem Ehrentag gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Gratulation auch zum Inhalt der Sie würdigenden Reportage im "Freien Wort" vom 14.11.07. Genauso sind Sie mir aus meiner Feinmeßzeit in Erinnerung.
Weiterhin alles Gute und viel Erfolg Ihnen und Ihren Sportfreunden und noch viele schöne Lebensjahre mit Ihrer Familie wünschen Heinz Leser und Frau.

von: Peter Himmelreich, Sportwart des BLV Sachsen-Anhalt
Die herzlichsten Glückwünsche zum 70. Geburtstag möchte ich an Gerhard Hopp übermitteln.
Alle Gute, beste Gesundheit und weiterhin viel Freude bei der ehrenamtlichen Tätigkeit in seinen Funktionen, welche man nicht hoch genug einschätzen kann.
Bestimmt wird er sich an den Sportfreund Peter Himmelreich aus Leuna erinnern, denn in den 60-er und 70er Jahren gab es eine enge Zusammenarbeit. Das betrafen die sportlichen Vergleiche zwischen Suhl und Leuna und nicht zuzletzt auch auf Funktionsebene zwischen den Bezirken Suhl und Halle.
Also weiterhin alles erdenklich Gute.
 

von: Mathias Jauk, Vereinsvorsitzender des SV GutsMuths Jena e.V.
Lieber Gerhard,
im Namen des SV GutsMuths Jena und auch ganz persönlich gratuliere ich Dir ganz herzlich zu Deinem 70. Geburtstag!
Natürlich ist die Gesundheit das Wichtigste, was man Dir an diesem Tage wünschen kann. Aber auch der Spaß an DEINEM Sport möge Dir noch viele Jahre erhalten bleiben.
Also eine schöne Feier und lass Dich richtig verwöhnen.

 

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